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Mit den "Masonic Bikern" durch Thüringens schöne Landschaft

(Artikel aus der Humanität zu unserem Treffen in 2011)

68 Freimaurer aus nahezu 60 Orienten bildeten in zünftiger Lederkleidung auf ihren„heißen Maschinen“ sogar während der Fahrt die Bruderkette. Das kann man nur begreifen, wenn man selbst dabei gewesen ist – das Erlebnis in einer verschworenen Gemeinschaft, wo die sprichwörtliche Kameradschaft unter Motorradfahrern und die innere Verbundenheit unter Freimaurerbrüdern ein Potential an Zugehörigkeit entwickelt, das sich jedem Vergleich unter dem behaglichen Dach eines Logenhauses widersetzt.

Artikel in der Humanität 2011

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Verantwortung tragen „jeder für jeden“, nicht nur bei rasanter Fahrt auf der Straße. Strenge Konzentration und fröhliche Ausgelassenheit bilden ein untrennbares Paar von nur scheinbaren Gegensätzen. Deshalb ist diese sonderbare Mischung aus Vorsicht, Rücksicht und übermütig anmutendem Frohsinn das außerordentlich Faszinierende dieser „Masonic Biker“ – Biker im Sattel und Bruder im Geiste. Vom 27. bis 29. Mai trafen sie sich unter der bewährten Organisationsleitung von Br. Dietmar Jürgen aus Görlitz zum 9. Wochenende nicht unweit von Saalfeld (a.d. Saale). Alle Ernst zu nehmenden Marken der PS-starken Machinen reihten sich am Freitagabend im Innenhof des Landhotels zur gigantischen Schau der röhrenden Kräfte. Da musste der Chronist – später als Beifahrer (Sozius) – zunächst Stilkunde unter den hochkarätigen Exemplaren betreiben. Dann fand im Saal des Hotels unter großer akkustischer Beteiligung der Biker die Begrüßung durch Br. Dietmar Jürgen statt, die Route des nächsten Tages wurde besprochen und dann das Abendessen eingenommen. Die Bar im Nebenraum lichtete sich in der frühen Morgenstunde, denn obödienzübergreifend gab es unter den Masonic-Bikern viel zu erzählen. Pünktlich um 9 Uhr begann am nächsten Tag der Start durch Thüringens bergige Landschaft. Zunächst aber musste auf einem freien Platz im abseitigen Gelände der Zeremonienmeister die Biker in zwei Kolonnen teilen, damit der „Meister vom Sattel“, Br. Dietmar Jürgen, mit seinen Aufsehern das „Biker-Zeremonial“ – ohne masonische Bekleidung – durchführen konnte. Nach diesem ungewöhnlichen Auftakt setzte sich der Zug aus 68 Maschinen in Bewegung; ca. 200 km galten als Tagesziel. Gerade Strecken wechselten mit engen Serpentinen bei etlichen Höhenunterschieden ab, der Chronist erlebte auf dem Sozius Schräglagen in permanenter Abfolge. Um die Mittagszeit wurde der Konvoi auf einem ehemaligen Gut in der Nähe von Jena zu einer Tempelarbeit in I nach dem Ritual der GLL mit anschließendem Imbiss erwartet. Beeindruckend im gewölbeartigen Ambiente, vollzog sich feierlich das Ritual. Die maurerische Bekleidung über der Ledergarnitur eines Bikers hatte durchaus seinen „eigenen Charme“, was am Schluss die Kettenbildung verstärkte. Der Ankunft am Abend im Hotel folgte eine Tafelloge – ohne Lederbekleidung – mit den üblichen Toasts und etlichen Grußbotschaften, die deutlich machten, wie vielseitig an Orienten aus dem In- und Ausland diese Veranstaltung angelegt war. Ein Lehrstück an Pflege freimaurerischer Beziehungen unter zweifellos eigenwilligen Voraussetzungen. Stuhlmeister, Altstuhlmeister, Lehrlinge, Gesellen und Meister sowie ein zug. Distriktsmeister – alle Virtuosen am Lenker und Maurer im Herzen. Das kann man wirklich nur begreifen, wenn man dabei gewesen ist – der Chronist ist mehr als dankbar für diese vitale Begegnung, die er nicht vergessen wird. Ein „Vivat“ auf die „Masonic Biker“ mit ihrem „Bikermeister vom Sattel“ !

Hartwig Kloevekorn, Humanität (2011, Heft 4, S. 28-29)

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